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Reizdarm und Fructose­intoleranz

Was ist das Reizdarmsyndrom (IBS)?

Das Reizdarmsyndrom (auch auf Englisch Irritable Bowel Syndrome oder IBS genannt) zählt zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen in Europa. Schätzungsweise jeder Siebte ist davon betroffen, wobei Frauen deutlich häufiger darunter leiden als Männer. Die Erkrankung tritt oft erstmals in jungen Erwachsenenjahren (20–30 Jahre) auf und ist durch chronische oder immer wiederkehrende Darmbeschwerden gekennzeichnet.

Typische Symptome sind:

  • Bauchschmerzen oder krampfartige Bauchkrämpfe (häufig verbunden mit Erleichterung nach dem Stuhlgang),
  • Blähungen und Völlegefühl (gefühlt “aufgeblähter Bauch”),
  • Veränderter Stuhlgang, entweder Durchfall (zu häufige, dünnflüssige Stühle) und/oder Verstopfung (seltener, harter Stuhl)

Ein Reizdarm kann sehr belastend sein und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Gefährlich oder lebensbedrohlich ist er jedoch nicht. Wichtig ist: Von einem IBS spricht man erst, wenn die Beschwerden über mindestens drei Monate anhalten und keine andere Ursache gefunden wird. Organische Ursachen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Darmkrebs, Zöliakie oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten müssen zunächst ausgeschlossen sein. Deshalb ist das Reizdarmsyndrom letztlich eine Ausschlussdiagnose, das heißt eine Diagnose, die gestellt wird, wenn zwar typische Symptome vorliegen, aber alle Tests auf andere Erkrankungen unauffällig sind (Uniklinikum Jena).

Was sind die Ursachen eines Reizdarms?

Die genauen Ursachen des Reizdarms sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine funktionelle Darmstörung, das heißt, die Darmfunktion ist gestört, ohne dass ein organischer Schaden vorliegt. Mediziner vermuten ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Im Gespräch sind Störungen der Darm-Hirn-Achse (Fehlsteuerung der Nerven und Botenstoffe zwischen Gehirn und Darm) sowie eine veränderte Schmerzwahrnehmung im Darm (viszerale Hypersensitivität). Auch ein vorheriger Magen-Darm-Infekt oder ein Ungleichgewicht der Darmflora (Mikrobiom) könnten zur Entstehung beitragen. Psychische Faktoren wie Stress, Angst und Anspannung spielen ebenfalls oft eine Rolle und können die Symptome verstärken. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis: Die ständigen Beschwerden führen zu Stress und Sorgen, die wiederum den Reizdarm befeuern können (Uniklinikum Jena).

Achtung vor untypischen Symptomen

Bestimmte Symptome passen nicht zum Reizdarmsyndrom und müssen stets ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören Blut im Stuhl, Fieber, ungeklärter Gewichtsverlust, nächtliche Durchfälle oder andere “Alarmzeichen”. Treten solche Warnsignale auf, ist die Ursache wahrscheinlich eine andere Erkrankung und nicht bloß ein Reizdarm. In diesem Fall sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ernährung beim Reizdarmsyndrom

Da es für den Reizdarm keine simple Pille zur Heilung gibt, ist die Ernährungstherapie ein zentrales Standbein der Behandlung. Allerdings gibt es nicht die eine Reizdarm-Diät, die für alle passt. Dazu reagieren Betroffene zu unterschiedlich auf Lebensmittel. Generelle Verbote gibt es kaum, vielmehr muss jeder individuell herausfinden, was ihm bekommt und was nicht. Dennoch haben sich einige Ernährungsansätze bewährt, um Reizdarmbeschwerden zu lindern.

  • FODMAP-arme Kost testen (hier mehr erfahren)
  • Ernährungstagebücher führen
  • Ballaststoffe und regelmäßige Mahlzeiten einhalten
  • Stress-Management und Entspannungstechniken anwenden

Die richtige Ernährung bei Reizdarm ist sehr individuell. Wer geduldig ausprobiert (idealerweise begleitet durch einen Ernährungsberater oder Arzt), kann meist ein persönliches Ernährungskonzept finden, das die Beschwerden deutlich reduziert.

Reizdarmsyndrom oder Fructoseintoleranz?

Ein Reizdarm kann eine Fructoseintoleranz sein

Tatsächlich vermuten Fachleute, dass zahlreiche Betroffene, die glauben unter einem Reizdarm zu leiden, in Wahrheit eine intestinale Fructoseintoleranz haben. Ferner leiden ca. 44 % derjenigen, die tatsächlich einen Reizdarm haben, zusätzlich auch unter einer intestinalen Fructoseintoleranz und erleben eine deutliche Verbesserung Ihrer Symptome, wenn Sie auf eine fructosearme Diät achten. Obwohl beide Erkrankungen ähnliche Symptome zeigen, erfordern sie unterschiedliche Behandlungsansätze.

60% der Reizdarmpatienten haben eine Intoleranz gegen Laktose, Fructose und Sorbitol

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass über 60% der Reizdarmpatienten, die eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) haben, auch eine Fructose- und Sorbitolintoleranz haben (S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom, S. 263). Wenn man also neben einem Reizdarm auch eine Laktoseintoleranz hat, so liegt oftmals auch eine Fructoseintoleranz vor, von der die Betroffenen jedoch eventuell nicht wissen, dass sie sie haben. In diesen Fällen reicht es nicht aus, auf den Milchzucker (die Laktose) in der Nahrung zu achten und beim Verzehr lactosehaltiger Speisen Laktasepräparate zu verwenden (www.lactrase.de), da auch die in Lebensmitteln weit verbreitete Fructose die typischen Reizdarmbeschwerden auslöst.

Im Folgenden klären wir auf – medizinisch fundiert, beratend und klar strukturiert – worin sich Reizdarmsyndrom und Fructoseintoleranz unterscheiden, warum es häufig zu Verwechslungen kommt und was Betroffene tun können.

Fructaid® Kapseln in der Verpackung zur Verhütung und Linderung von durch Fructoseintoleranz bedingten Verdauunsbeschwerden.

Unterstützung durch Fructaid

Fructaid enthält das Enzym Glucose-Isomerase (auch Xylose-Isomerase) in Kapselform. Dieses Enzym hat die Fähigkeit, Fructose in Glucose umzuwandeln. Die Kapsel löst sich im Magen auf und setzt das Enzym im Dünndarm frei. Dort trifft sie auf den mit der Nahrung aufgenommenen Fruchtzucker und beginnt, die Fructose in Traubenzucker (Glucose) umzuwandeln. Glucose kann der Körper problemlos und vollständig aufnehmen. Praktisch bedeutet das: Die “überschüssige” Fructose, die der Darm normalerweise nicht absorbieren würde, wird durch Fructaid enzymatisch abgefangen und in eine verträglichere Form gebracht. So gelangt weniger freie Fructose in den Dickdarm und entsprechend werden die Beschwerden gelindert. Fructaid ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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Fazit: Reizdarmsyndrom oder Fructoseintoleranz?

Diese Frage kann nur durch genaue Beobachtung und medizinische Diagnose beantwortet werden. Beide Zustände sind häufig und oft verwandt. Viele vermeintliche Reizdarmpatienten profitieren enorm davon, wenn eine bisher unerkannte Fructosemalabsorption entdeckt und behandelt wird. Auf der anderen Seite kann auch ein echter Reizdarm durch angepasste Ernährung (Stichwort FODMAP-Diät) erheblich gebessert werden. Nutzen Sie die heutigen Möglichkeiten, von H₂-Atemtests über Ernährungsberatung bis hin zu innovativen Produkten wie Fructaid, um Klarheit zu gewinnen und Ihren Bauch zur Ruhe zu bringen. Mit der richtigen Betreuung und ein paar Anpassungen können Sie trotz empfindlichem Darm ein genussvolles und beschwerdearmes Leben führen.